Montag

Heute war ein ereignisloser Arbeitstag zuhause und Julian hilft mir sehr begeister mit im Haushalt!

  • wir haben zusammen die Betten ausgeschüttelt und zurecht gelegt
  • wir haben volle Wasserflaschen im Keller geholt und nebenbei die leeren Wasserflaschen in die Kiste ein- und aussortiert
  • wir haben eine Waschmaschine geleert und die Wäsche aufgehängt

Überall war Julian mit dabei und hat geholfen!

Beim Spaziergang haben wir im Böni-Bach noch Eicheln gesammelt, die Füsse im Bach gebadet und einfach viel Ruhe reingebracht. Das war echt schön und Julian geniesst es total, wenn er unspektakulär etwas erleben kann, mit mir vorallem! Daher keine Fotos, weil wir im Moment waren 🙂

Und wir haben viel zusammen gespielt, denn die Parkgarage mit den Autos ist hoch im Kurs oder auch Ball einander zuwerfen oder das Holz-Bus von Robert & Katrin. Inzwischen spielt er einzelne Töne auf dem Xylophon und hat heute zum ersten Mal alle Magnet-Fische geangelt! Dafür hat er zwei Minuten gebraucht und hat sich sehr konzentriert (im Video freistehend ohne festhalten!):

Aktueller Tagesrhythmus mit Julian:

  • Ca. 6 – 6:30 Uhr aufwachen, Wasser trinken, Windel wechseln, miteinander plaudern, was heute am Tag ansteht
  • 6:30 – 7:30 Uhr: Frühstücken (Milchbrei mit oder ohne Obst), Kaffee & Tee trinken, zusammen spielen, Kleider anziehen für den Tag, duschen (alles in abwechselnder Reihenfolge je nach Stimmung und Hunger)
  • 8:00 – 9:00 Uhr: Spazieren gehen in der Trage oder Kinderwagen, schlafen für ca 30-60 Min.
  • 9:00 – 10:00 Uhr schlafen/spielen, Snack in Form von Brei oder Bananen Pancakes
  • 10:00 – 11:30 Uhr spazieren gehen, Spielplatz (laufen, rutschen, schaukeln, gucken), Einkaufen, zuhause spielen
  • 11:30 Uhr – 12:30 Uhr Mittagessen, spielen
  • 12:30 Uhr – 15:00 Uhr Mittagspause (meistens ca 2 Std Schlafen)
  • 15:00 – 15:30 Uhr Nachmittagssnack: Gemüse, Obst, Bananen Pancakes, Reste vom Mittagessen
  • 15:30 – 17:30 Uhr Spielplatz (laufen, rutschen, schaukeln, gucken), spazieren gehen, EInkaufen, spielen
  • 17:30 – 18:30 Uhr Abendessen vorbereiten, Abendbrei essen (Milchbrei mit Obst oder was wir auf den Teller bekommen)
  • 18:30 – 19:00 Uhr spielen, miteinander in Verbindung kommen, Zähneputzen, Schlafanzug anziehen
  • 19:00 Uhr – 20:00 Uhr im Bett zusammen Bücher lesen, miteinander den Tag besprechen, was wir erlebt und gemacht haben und was am nächsten Tag ansteht

Und dazwischen wird ganz viel gekuschelt und geknutscht 🙂

Dienstag

Heute habe ich Sabine im Café Lang in Zürich getroffen. Das war echt nett, sie hat viel von sich erzählt, aber wenig mich gefragt. Ich bin ja auch nicht so spannend als Vollzeitmama… Whatever 🙂

Anschliessend sind Julian und ich in den Zoo gefahren und hatten ein feines Mittagessen. Er hat fast ein Drittel von meinem Rindfleisch-Massamm Curry gegessen, es hat ihm auch so gut geschmeckt 😀 Das werde ich auch mal zuhause kochen, sehr ausgewogen mit Reis, Rindfleisch, Gemüse. Die Hasen fand er toll und auf dem Spielplatz konnte er sich endlich bewegen.

Geschlafen hat er heute tagsüber schlecht, weil er immer wieder zu früh aufgewacht ist, er konnte nicht in Ruhe schlafen leider.

Am Abend ist er mir aus dem Bett gefallen… er ist so schnell aufgestanden im Bett direkt auf die Kante zugelaufen, so schnell konnte ich kaum reagieren… Das war so schlimm für ihn und mich! Er hat so wehgetan und für mich ist es shclimm, dass er Schmerzen hat, weil ich nicht aufgepasst habe….

Mittwoch

Heute war ein heisser Tag, aber Julian konnte endlich den Schlaf nachholen und hat Morgens 1 Std und Nachmittags 2.5 Std geschlafen. Anschliessend sind wir noch in die Badi an den See gefahren und Julian konnte wieder schwimmen.

Er ist so begeistert, wenn er Wasser sieht und möchte unbedingt schwimmen bzw. strampeln. Ich freue mich auf den neuen Schwimmkurs in Kilchberg!

Donnerstag

Ein absoluter Horrortag!!! Morgens ist er normal gestartet, wir waren noch vor dem Regen spazieren und guter Laune. Aber beim Spielen ist er mir die Treppe über zwei Stufen runtergefallen (mit dem Kopf voraus) und er hat so geweint!! Und dann hat er sich nicht mehr beruhigt, weil ich so geweint habe… es war eine ganz schlimme Situation und absolut herz zerreissend und darf mir so schnell nicht mehr passieren!!!!!

Im Lauf des Tages ist nochmalf auf den Kopf gefallen und hat sich an der Lippe verletzt. Er war sehr anhänglich und ich war mit den Nerven absolut fertig….

Ich bin zwar in die Chrabbelgruppe am Vormittag, aber da war ich nicht bei mir, weil ich Julian die ganze Zeit beobachtet habe, ob er sich normal verhält: trinkt und isst er, sind alle Bewegungen normal oder gibt es Auffälligkeiten aufgrund vom Sturz?
Zum Glück gehen solche Tage zuende und am nächsten Tag kann man neu starten….

Samstag

Heute haben wir eine Wanderung bei Bad Ragaz gemacht und sind durch die Taminaschlucht gelaufen. Das war schön, endlich rauszukommen. Tapetenwechsel…. Und nach der langen Zugfahrt natürlich noch ein kurzer Halt beim Spielplatz (mit Sonnencreme und Cola in der Hand :D).

Sonntag

Bevor Michel & Cornelia zum Brunch kamen, sind Julian und ich noch auf den Spielplatz vorm Haus. EIn absolutes Highlight, er hat einen Hund gesehen (und ruft schon „wau wau“!), er hat geschaukelt und ist fröhlich herumspaziert. Es ist so lustig ihm zuzuschauen und mitzuerleben!
Und danach völlig entspannt in der Trage einschlafen, mit den Armen an meinem Hals. Langsam wird es ihm zu eng, auch wenn er die Körpernähe so sehr liebt!!!

Und wir haben die Masse seiner Füsse genommen, damit ich seine ersten Barfussschuhe kaufen kann, die Lederfinken sind bald zu kalt am Boden, vorallem wenn es regnet.

Ich lese unglaublich gern auf dem Blog von meiner ehemaligen Hebamme Beatrice Prader: Sie schreibt kurz und informativ und trifft es so genau. Es tut gut, zu lesen, was sie schreibt, es fühlt sich „nah“ an. Dieser Betrag gefällt mir auch sehr gut und empfinde ich ähnlich:

Als ich Mutter geworden bin..

… wollte ich mein Baby keinem in die Arme geben. Ich hatte eine extreme Bindung zu meiner Tochter. Der Kontakt zu anderen Müttern fand ich schwierig, wenn sie andere Ansichten teilten. Ich bin manchmal in Tränen ausgebrochen, wenn mich auf der Strasse jemand kritisiert hat. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich die erste und einzige Mutter. Wenn meine Tochter krank wurde, fand ich, die Welt würde still stehen und alles hing von ihrem Zustand ab. Ich war ängstlich, zuversichtlich, verliebt und stark wie noch nie in meinem Leben mit allen Gefühlen zusammen. Ich habe über diese Gefühlsvielfalt und Intensität gestaunt. Ich finde es immer noch ein grosses Geschenk, dass ich so empfinden durfte. Die Welt nochmals mit den Augen des Babys und des Kindes erleben zu können. Ich habe gelernt zu kämpfen wie eine Löwin, wenn es um mein Kind ging. Ich habe Grenzen gelernt zu überwinden, mit ganz wenig Schlaf gelernt auszukommen und enorme Energie entwickelt für meine Kinder. Ich war noch nie so erschöpft wie ich es durchs Muttersein geworden bin.

Aber all dies hat mich stark gemacht, hat mir Vertrauen gegeben  hat die Bindungverstärkt all dies hat mich zu einer  Mutter gemacht.
Quelle: https://hebamme-prader.blogspot.com/2012/

Avatar von Susanne Fritz

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